Beutelluftpistole | BLP

Als Beutelluftpistole, abgekürzt BLP, bezeichnet man eine pneumatische Dosierpistole, mit der Folienbeutel (auch Schlauchbeutel oder Sparpackungen genannt) ausgepresst werden können.
Zu verarbeitende Materialien sind meist Dichtstoffe, Klebstoffe, Silikone, Acryl, Polymer, Polyurethan usw. Hochwertige Folienbeutelpistolen lassen sich durch einen Umbau des Druckstempels so umbauen, dass auch Kartuschen verarbeitet werden können. Beutelgrößen sind normalerweise 310, 400 ml oder 600 ml, es gibt aber auch Großbeutel (Bulks).

Bei Verarbeitung von Beuteln werden diese in das Rohr der Dosierpistole eingelegt, durch Betätigen des Handhebels wird eine Stange mit einer Druckplatte oder ein Kolben gegen den Beutel gedrückt und der Beutelinhalt vorne aus der Düse ausgepresst. Der Rückhaltebügel verhindert das Zurückrutschen der Stange, kann aber zum Wechsel des Schlauchbeutels gelöst werden.

Beutelpistolen haben in der Regel ein Rohr aus Alu oder aus transparentem Polycarbonat. Diese Pistolen haben vorne einen Schraubverschluss, die Beutel werden angeschnitten und von vorne ins Rohr eingeführt. Durch das Roohr ist der Beutel fest umschlossen und platzt nicht, wenn Druck auf ihn ausgeübt wird. Beutelluftpistolen werden meist von Profis verwendet, die größere Mengen an Dichtstoff oder Klebstoff verarbeiten und mit den BLP rentabler arbeiten können.

Beutelluftpistolen werden mit Druckluft betrieben: Vorteil gegenüber Handpistolen ist die gleichmäßigere, einfachere Verarbeitung und ein ermüdungsfreieres Arbeiten. Der Nachteil: Man braucht einen Druckluftanschluß und einen Kompressor. Für ortsunabhängiges Arbeiten empfehlen sich daher Akkupistolen.

Hier Schnittzeichnung einer Druckluft Beutel-Pistole ansehen